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 Dabei sollen die Kulturen der Menschen gewürdigt werden, die mit uns zusammenleben. In ihrer Heimatsprache finden viele Zuwanderer und Zuwanderinnen ein Stück Heimat. Bei uns wecken die Sprachen der Einwanderer meist wenig Interesse.
Mit Sprachfesten an Schulen möchten wir den verkrampften Umgang mit den Heimatsprachen auflockern.
In vielen Schulen wird der Anteil von Kindern mit Migrationshintergrund als eine Belastung empfunden. Das gilt gerade für den Unterricht. Wenn die Sprache ein Hindernis für das Verstehen von Lerninhalten darstellt, können Lehrerinnen und Lehrer schon mal verzweifeln.
Das Problem ist dabei, dass die Kinder und Jugendlichen oft beide Sprachen – ihre Muttersprache und Deutsch – nicht richtig beherrschen -wobei die Muttersprache meist die der Eltern und nicht die eigene ist, weil die Kinder hier in Deutschland geboren wurden. Entsprechend fehlt der Boden dafür, sich in einer Kultur wirklich zu Hause zu fühlen.
Das Sprachfest lässt alle Sprachen gleichberechtigt nebeneinander stehen. Es kann ein schönes Erlebnis für Lehrer und Schüler sein.
Ablauf
Die Jugendlichen schreiben eine Geschichte in ihrer Muttersprache oder einer Wunschsprache und in Deutsch auf. Auch Kinder mit Migrationshintergrund sollen wählen dürfen, Es soll eine lustige Geschichte sein, eine dieser kleinen fröhlichen Erzählungen, mit denen die anderen Kultur und Sprache kennen lernen können.
Aus jeder Sprache wird die schönste Geschichte ausgewählt und vorgetragen: Die Jugendlichen stellen sich auf eine Kiste (Speaker’s Corner) und erzählen ihre Geschichten in der Wunschsprache und in Deutsch. Die anderen Schüler hören zu.
Die Präsentation der Geschichten wird mit einer Videokamera aufgenommen. Es entsteht ein Sprachfilm: ein sehenswertes Dokument der Schule.
Die Texte werden in der Originalsprache und -schrift und auf Deutsch mit Fotos vom Sprachfest zu einem spannenden Buch.
Die besten Geschichten werden in der Internet-Zeitung babylon21 zu lesen sein.
Die Sprachfeste öffnen den Blick für die Schönheit von Sprache und geben Jugendlichen aus allen Kulturen eine Stimme.
Unter dem Titel "Kultur in Aktion" trafen sich am 15.12.2008 in Düsseldorf zu einem Workshop
Günter Haverkamp - Journalist
Jeanette Zachäus - Journalistin
Simona Blumkowski - Expertin für Jugendpartizipation
Gülaziz Kizilay - Lehrer
Gefördert durch Mittel des Landes Nordrhein-Westfalen
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