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Buchtipp
Rückkehr ins Leben - ich war Kindersoldat
"Ich komme aus Sierra Leone, und dort ist der Krieg das Problem, dass uns Kindern zu schaffen macht. Der Krieg ist schuld daran, dass wir unser Zuhause und unsere Familien verlieren und dass wir ziellos durch die Wälder streifen. Das führt dazu, dass wir als Soldaten, Träger und auf viele andere Arten gezwungen werden, am Krieg teilzunehmen. Der Grund hierfür ist, dass wir Hunger leiden, keine Familien mehr haben, uns aber nach Sicherheit sehnen und zu irgendetwas dazugehören wollen, wenn alles andere auseinandergebrochen ist."

 

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"Ich bin der Armee beigetreten, weil ich meine Familie verloren und gehungert habe. ich wollte dem Tod rächen. Außerdem brauchte ich Lebensmittel um zu überleben, und die einzige Möglichkeit, an Essen zu kommen, war, in die Armee zu gehen. Es war nicht leicht Soldat zu sein, aber wir hatten keine Wahl. ich bin jetzt rehabilitiert, also habt keine Angst vor mir. ich bin ein Kind. Wir sind alle Brüder und Schwestern. Aus meiner Erfahrung habe ich gelernt, dass Rache nichts Gutes ist. Ich bin der Armee beigetreten, weil ich den Tod meiner Eltern rächen und überleben wollte, aber ich habe gelernt, dass, wenn ich Rache üben will, ich jemanden töten muss, dessen Familie ihrerseits Rache fordern wird: Auf diese Weise nimmt die Rache niemals ein Ende..."

Diese Worte sprach der damals 16jährige Ishmael Beah vor dem Wirtschafts- und Sozialrat der UNO in New York. Zu diesem Zeitpunkt hatte er schon drei Jahre erbitterten Bürgerkrieg hinter sich und lebte bei der Familie seines Onkels in der Haupstadt Sierra Leones, in Freetown. Viele Jahre später schreibt er seine Geschichte auf. Sie erzählt von dem Leben eines Kindes, das keine andere Wahl hat, als sich der Armee anzuschließen. Ein Kind, dass gerne HipHop hört und gerade mit seinen Freunden auf dem Weg zu einem Songkontest in eine nahe gelegene Stadt ist. Plötzlich bricht der Krieg über sie ein und sie können nicht in ihr Heimatdorf zurückkehren. Sie fliehen und irren durch das Land, dass vom Krieg gekennzeichnet ist. Die Menschen, denen sie begegnen haben Angst vor ihnen, das Misstrauen gegenüber den Kindern ist schon zu groß. Sie können nirgends bleiben, bis sie sich schließlich der Armee anschließen. Die darauf folgende Zeit ist geprägt von Überfällen, Angriffen und Tod. Um diese Umstände überhaupt zu überleben, werden die Kinder mit Drogen vollgepumpt.

Mit 15 wird Ishmael von UN-Truppen befreit und in ein Rehabilitationszentrum gebracht. Physisch ist er gerettet, aber immer wiederkehrende Erinnerungen und Alpträume lassen ihm keine Ruhe und eine tiefe Traurigkeit, die ihn nicht mehr verlässt.

Das Buch beschreibt eindrucksvoll die traurige Geschichten eines ehemaligen Kindersoldaten. Und es erzählt von einem Leben nach dem Krieg. Ein Buch, dass Zusammenhänge aufklärt und Zeugnis ablegt.

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