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 Hunoi war zehn, als sie von zu Hause ausriss. Ihr Stiefvater hatte sie immer wieder verprügelt. Mit einer Freundin machte sie sich auf den Weg nach Bangkok, die Hauptstadt Thailands. Die beiden Mädchen träumten von einem besseren Leben.
Aber es kam anders. Sie landeten in einer Bar. Halbnackt mussten sie den Gästen Getränke servieren, sich anstarren und anfassen lassen. Im ersten Stock warteten Ausländer, die Sex woll-ten. Hunoi wurde unter Drogen gesetzt, damit sie alles machte, was die Männer verlangten. Vier Jahre lang wurde sie im Bordell festgehalten. Geld bekam sie keins. Sie hörte auf zu denken und zu fühlen.
Eine Amerikanerin kaufte sie frei und brachte sie in ein Zentrum, wo ehemalige Prostituierte betreut werden. Heute ist Hunoi Sozialarbeiterin und hilft selbst anderen Kindern, die ähnliches erlebt haben.
Armut und fehlende Bildung sind die Haupt-ursachen für Kinderprostitution. Aber ohne die Nachfrage nach der “Ware Kind” würde das Geschäft nicht funktionieren.
Sagt STOPP! Macht mit, damit Grenzen eingehalten werden!
Bringt das Thema in den Unterricht ein: Ladet Referentinnen ein! Wir unterstützen euch dabei.
Workshops
Köln und Düsseldorf
Schülerinnen und Schüler aus der Region Köln/Düsseldorf erhalten Informationen zum Thema und bereiten eine Reisebüro-Aktion vor.
Im Mittelpunkt unserer ganzjährigen Aktion stehen die Workshops. Wir werden Anfang des Jahres Workshops anbieten:
Einführung
Ilona Rothin hat drei Fernsehbeiträge in der ARD zum Thema Kinderprostitution gemacht.
Catharina Schymczyk vermittelt Grundinformation über den Verhaltenskodex ECPAT
Planung:
Jugendliche entwickeln eine Aktion zu Kinderprostitution mit Blick auf die Situation von betroffenen Kindern und Jugendlichen im Ausland und in Deutschland.
In einer Arbeitsgruppe wird die Öffentlichkeitsarbeit (Flyer, Plakat, Pressearbeit) in einer zweiten Arbeitsgruppe die Schulaktion entwickelt
Flyer und Plakate werden durch Aktion Weißes Friedensband layoutet, gedruckt, an Jugendliche verschickt.
Wenn ihr Interesse an den Workshops haben, meldet euch bei uns: aktion@friedensband.de
Aktion Reisebüro
Am jeweils nächsten Samstag besuchen Jugendliche von 10 bis 13 Uhr mit den Flyern Reisebüros und fragen ob sie den Verhaltenskodex kennen und einhalten, woran sie erkennen, dass ein Verstoß vorliegt, wie sie dann reagieren würden.
Sie lassen Flyer da, die den Kunden mitgegeben werden sollen. Soweit die Reisebüros damit einverstanden sind wird die Szene gefilmt. Daraus entsteht ein kleiner Dokumentarfilm.
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