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 Mustafa Chieri geht auf die Mittelschule. „Ich liebe Sport und vor allem Fußball,“ sagt er und strahlt. „Als die Iraker bei der Asien-Fußballmeisterschaft den Pokal holten, war ich verrückt vor Freude. Wir sind auf die Straßen gegangen, haben gesungen und getanzt, obwohl Ausgangssperre herrschte.“ Der Stadtteil in der er in Bagdad wohnt heißt "das Volk". „Ich bin jetzt mit der 8. Klasse fertig und werde die 9. Klasse besuchen.“
Dagegen ist Nur Sabah schon in der 9. Klasse, hat also schon die Mittelschule beendet. „Ich engagiere mich in einem Verein. Ich glaube, dass ist gut für mich und für mein Land und die Gesellschaft. Wir lernen viel über Menschenrechte und wie wir Konflikte lösen können. Es nutzt uns und auch anderen.“
„Das Gefährlichste für junge Männer ist, sich mit Milizen einzulassen,“ meint Achmed Hussein. Er wohnt im Stadtteil "El Karada". „Dadurch schade ich mir und meiner Familie. Denn die Milizen benutzen Jugendliche in meinem Alter für terroristische Attentate und Diebstähle.“ Wenn er viel lerne, würde es ihn vor diesen Gefahren schützen.
Sayed Frasi wohnt im Süden Bagdads, in "Eskan". „Mein Traum ist sehr schwer zu verwirklichen. Ich wünsche mir, dass ich einmal in einen Klub oder ins Schwimmbad gehen kann.“ Seine Eltern lassen ihn nicht, weil sie Angst um ihn haben. „Sie haben ein ‚Gesetz’ für mich aufgestellt: Ich muss genau punkt 18 Uhr Zuhause sein und darf dann nicht mehr raus!“ Er spielt gern draußen spielen, das Steinespiel "Toba" zum Beispiel. Aber es ist zu gefährlich. „Manchmal darf ich nicht einmal meine Freunde in den Ferien besuchen. Und alles nur weil meine Eltern Angst haben. Die Wege sind so gefährlich und überall passieren die vielen Explosionen.“
Anmerkung: das irakische Bildungssystem ist ähnlich dem Britischen in 3 Stufen aufgeteilt: Grundschule, 3 Klassen Mittelschule, Hochschule
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